Diözesanrat diskutiert über Kirchen-Umnutzung und Frieden

Delegierte der Vollversammlung diskutierten mit dem Diözesanbaumeister Thomas Tebruck. Diözesanrat beteiligt sich an Ausstellung „Frieden geht anders“ im November in der Bochumer Kunstkirche.

Kirchengebäude sind keine „Ewigkeits-“, sondern „Entwicklungsorte“, so der Tenor der Diskussion auf der Vollversammlung des Diözesanrats der katholischen Frauen und Männer im Bistum Essen zur Frage, wie die Kirche künftig mit überzähligen Gebäuden umgehen soll. Das höchste Laiengremium im Ruhrbistum hatte am Mittwochabend Diözesanbaumeister Thomas Tebruck eingeladen, um angesichts der vorerst abgeschlossenen Beratungen in den Pfarreientwicklungsprozessen die Immobilien-Herausforderungen der kommenden Jahre in den Blick zu nehmen. Vor dem Hintergrund der verständlicherweise immer vorhandenen Emotionen warb Tebruck beim Umgang mit Kirchengebäuden um Sensibilität in den Auseinandersetzungen vor Ort – mal sei eine Umnutzung denkbar, mal sei aber auch der Abriss eine sinnvolle Lösung, um Platz für etwas Neues zu schaffen. Zudem, so Tebruck, seien Kirchen ein kulturelles Erbe aller. Nötig sei deshalb eine breite Diskussion über den Umgang mit diesem Erbe, die nicht nur innerkirchlich geführt werden dürfe.

Im zweiten Themenblock der Vollversammlung stand das Thema Frieden im Fokus. Im Nachgang des Katholikentags in Münster stellte die Diözesanrats-Vorsitzende Dorothé Möllenberg das „Münsteraner Manifest“ vor, das beschreibe, wie Frieden in alle seinen Facetten – gesellschaftlich, sozial, politisch – aussehen kann und welche Schritte dazu führen könnten. Den Aspekt „An den Seiten der Armen weltweit“ greifen die Aktion „pax Christi“ und der Diözesanrat am 26. November in Bochum auf. Dann gibt es eine eigene Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Frieden geht anders – Beispiele ziviler Konfliktlösung“, die vom 22. November bis 2. Dezember in der Kunstkirche Christ-König präsentiert wird, kündigte pax-Christi-Vorstandsmitglied Norbert Richter an. Die Diözesanratsvorsitzenden Luidger Wolterhoff und Dorothé Möllenberg luden die Delegierten ein, in ihren Verbänden und Räten für die Ausstellung und das Rahmenprogramm zu werben. Dies sei eine gute Möglichkeit, miteinander über die Herausforderung ins Gespräch zu kommen, mit welchen Mitteln in der globalisierten Welt kriegerische Konflikte gelöst werden können.

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Mechthild Jansen

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